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Weihnachten oder doch lieber das Julfest?

Die Wintersonnenwende ist ein Indo-germanischer Brauch, der nahezu überall auf dem Erdenrund zelebriert wird. So hatte er viele Namen. Fest der unbesiegten Sonne (Sol Invictus), Stillstand der Sonne, Julfest und Ähnliche. Im Jahre 2014 findet die astronomische Wende der Sonne am 22.Dezember um 00:03 Uhr statt.

Viele setzen die Wintersonnenwende und das Julfest gleich. Andere Quellen datieren das Julfest auf den ersten Vollmond nach der Wintersonnenwende. Aus dem Julfest wurde das spätere Weihnachten. So heißt Weihnachten im Englischen auch heute noch Yule, im Friesischen Jül und in skandinavischen Sprachen Jul.

Auch damals war es üblich Geschenke zu verteilen, auch wenn die Beschenkungszeremonie nicht den heutigen materiellen Charakter aufwies. Vermutlich hat auch der Adventskranz im Julkranz seinen Ursprung. Es war der Julbock der die Geschenke brachte. Anzumerken ist hier, dass der Wagen Thors von Böcken namens Tanngniosir und Tanngrisnir gezogen wurde. Der Julbaum ist ebenso ein Überbleibsel der germanischen Ahnen. Der Immergrüne Baum ist Wohnsitz der Götter und Symbol des Lebens. So verwundert es nicht, dass der Papst selbst noch bis in die 1940er gegen den Weihnachtsbaum wetterte.

Im Mittelpunkt beim Julfest steht das gemeinsame Mahl mit der Familie und der Sippengemeinschaft. Die Julzeit ist eine 12 Tage dauernde Friedenszeit, die mit mehreren Bräuchen verbunden ist. So wurde zum Beispiel ein Holzklotz aus dem Wald geholt, um ihn 12 Tage brennen zu lassen. Mit seiner Asche versorgte man krankes Getier und Felder. Weiterhin wurden die Häuser mit immergrünen Zweigen verschiedenster Baumarten beschmückt. Diese sollen als Schutz und Zaubermittel, sowie als Beschwörung des Sommers dienen.

Selbst der Weihnachtsmann hat im germanischen Glauben seinen Ursprung. Heute könnte man sagen, dass der Weihnachtsmann Elemente der Götter Wodan und Balder aufweist.

Die Wintersonnenwende läutet gleichzeitig die 12 Rauhnächte ein, die auch Glockennächte genannt werden können. Während dieser Zeit fand die Wilde Jagd statt, in der es Wotan war, der mit seinen Einherjer (dem heiligen Kriegerheer) durch die Weiten Germaniens flog.

In diesen Nächten wurden auch Orakel befragt, dieser Brauch überlebte teilweise im heutigen Bleigießen. Der Zugang zur Anderswelt ist an diesen Tagen besonders durchlässig!

Selbst Frau Holle, die wir aus dem alten Märchen kennen ist mit Freya, manche meinen auch Holda/Hel, im Alpenraum Perchta (in der griechischen Mythologie entspricht sie Hekate) - gleichzusetzen. Sie, forderte die Menschen - trotz ihres Appells fleißig und tugendhaft zu sein - an diesen 11 Tagen und 12 Nächten auf, zu ruhen und in sich zu gehen. Wichtig in dieser Zeit ist aber seinen Körper und seinen Besitz rein zu halten. Sie wirkt an diesen Tagen wie eine Richterin über die Anlagen und beschwört die Talente im Einzelnen herauf. Man soll auch keine Wäsche waschen oder aufhängen, denn sonst gibt es eine Leiche; man soll nicht verreisen, nicht backen, nicht schwer arbeiten, nicht fegen, kein Rad drehen und nicht spinnen, das sieht Frau Holle nicht gerne. Auch Hülsenfrüchte dürfen nicht verzehrt werden. Wichtige Dinge sind am Vortag der Sonnenwende zu erledigen. Sie hat es gern, wenn man ihr Opfert. Gaben wie Brot, Kuchen, Gebäck und Mohn sind üblich.

Zuerst versuchte man während der Christianisierung das Julfest komplett auszulöschen. Doch man merkte, dass dieser Brauch zu stark verankert war im Denken der Menschen. So begriff man, dass das Überschreiben mehr Erfolg bringen könnte, als das auslöschen und übernahm somit das Fest in eigene Glaubensvorstellungen.

Zur Zeit des Julianischen Kalenders fand die Wintersonnenwende etwa am 25.12. statt. Daraus machten die Christen die Geburt Jesu. Nach dem der gregorianische Kalender eingeführt wurde, rutschte die Wintersonnenwende auf den 21/22.Dezember. Die Geburt Jesu wurde aber nicht mit verschoben und wird fälschlicher weise 3/4 tage später gefeiert.

Insgesamt lässt sich schlussfolgern, dass die Sonnenwendfeier vermutlich ein Fruchtbarkeitsritus mit Ahnenverehrung war.

Insofern wünschen ich Euch allen eine frohe Julzeit! Auf das die Sonne auch diesmal wieder obsiegen wird!